Aktuelles

Baufortschritt des neuen IHD-Konferenzzentrums

 


Mit der akustischen Kamera Geräusche sehen

 

Seit geraumer Zeit stehen dem Institut für Holztechnologie Messgeräte zur Verfügung, mit denen die Lokalisierung von Schallquellen möglich ist. Diese Mikrofon-Arrays, auch akustische Kameras genannt, sind in der Lage, das sich ausbreitende Schallfeld zu orten und zu visualisieren. Das Zusam-menspiel von mehreren Mikrofonen und einer Videokamera ermöglicht die bildliche Wiedergabe des Luftschalls, ähnlich der Darstellung von Oberflächentemperaturen in der Thermografie.

Besonderen Nutzen hat die akustische Kamera seit mehreren Jahren in der Automobil-Industrie, wo sie zur Detektion störender Geräusche in Fahrzeugkabinen verwendet wird. Im Flugzeugbau ist dieses Verfahren bereits heute ein wichtiger Wegbereiter bei der Lärmbekämpfung. Durch eine detailgenaue Lokalisierung der Schallquellen und Übergänge und daraus abgeleitete örtlich begrenzte Maßnahmen zur Lärmminderung ist eine Reduzierung des emittierten Schalls möglich.

Im Ressort Physik und Bauteile steht eine akustische Kamera mit zwei verschiedenen Mikrofon-Arrays des Herstellers gfai tech GmbH aus Berlin zur Verfügung. Ein kugelförmiges Array mit 96 Mik-rofonen ermöglicht die Schalldruckpegelkartierung. Das zweite Array, eine plane Anordnung von Mikrofonen nicht viel größer als ein A4 Blatt, dient der Schallintensitätskartierung und ermöglicht richtungsabhängige Schallmessungen.

Derzeit erfolgen an der akustischen Kamera studentische Arbeiten, betreut durch Dipl.-Phys. Heiko Kühne, dem zuständigen Verantwortlichen für dieses Aufgabengebiet am IHD, zu einem Verfahren für die Bestimmung der Luftschalldämmung. Im Rahmen des Projektes wird geprüft, ob die Messung der Schalldämmung in den IHD-Laboren erfolgen kann und inwiefern das Prüfverfahren in laufende Projekte integrierbar ist.



Neue Möglichkeiten der Leimcharakterisierung im IHD

 

Über Projektmittel wurde ein SEC/GPC-System mit RI-Detektion (Brechungsindex-Detektor) finanziert. Diese Size-Exclusion-Chromatography oder Gel-Permeations-Chromatographie ist eine Art der Flüssigchromatographie, deren wesentliches Trennprinzip auf der Differenzierung von Molekülen hinsichtlich ihrer Größe (unterschiedlichen Diffusionsvolumina für unterschiedlich große Moleküle) beruht. Typische Anwendung dieser Technik ist die Trennung (Polymerfraktionierung) jeglicher Art von Makromolekülen, wie synthetischen Polymeren oder Biopolymeren (z. B. UF- und MUF-Kondensate, Polysaccharide, Proteine, Lignine). Aus der Elutionskurve wird damit nach geeigneter Kalibrierung die Verteilungskurve der Molmasse erhalten, womit anschließend die verschieden gewichteten mittleren Molmassen (Mn, Mw, ...) und die Polydispersität (die Breite der Verteilung) der Probe berechnet werden können. Mit der Anschaffung dieser Technik konnten die Möglichkeiten des IHD im Bereich der Charakterisierung von Leimen und/oder Biopolymeren um einen wesentlichen Baustein erweitert werden.



10. Fenster- und Türenkolloquium in Dresden

 

Am 11. Juni 2015 laden das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) und das Entwicklungs- und Prüflabor Holztechnologie (EPH) zum 10. Fenster- und Türenkolloquium in die Räumlichkeiten der Handwerkskammer Dresden ein. Die Themen der Veranstaltung reichen von Betrachtungen der Planungsphase bei Bauvorhaben über Informationen zu aktuellen Regelwerken in den Bereichen Montage, Verglasung, Oberfläche und Holzschutz bis hin zu rechtlichen Fragen, mit denen Bauelementehersteller in der Praxis konfrontiert sind.

Die praxisorientierte Veranstaltung richtet sich vor allem an kleine und mittelständische Unternehmen und bietet Raum sowohl für fachliche Diskussionen als auch für den Erfahrungsaustausch untereinander. Sie wendet sich an Konstrukteure, Produktmanager und Qualitätsleiter von Herstellerbetrieben, aber auch an Zulieferer, Bauträger und Entscheidungsträger bei Planung und Überwachung. Programm und Anmeldeformular können unter www.ihd-dresden.de heruntergeladen bzw. im Veranstaltungssekretariat bei Frau Neugebauer (Telefon +49 351 4662 397; amelie.neugebauer@ihd-dresden.de) angefordert werden.



IHD investiert in neues Konferenzzentrum - Grundsteinlegung am 27. Mai 2015

 

Das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD), weltweit tätiges Forschungs- und Prüfinstitut, investiert am Standort Dresden in ein neues Konferenzzentrum. Dazu wurde am 27. Mai 2015 der Grundstein gelegt. Als Forschungsinstitut lädt das IHD regelmäßig zu Fachtagungen ein, um die in Forschungs-projekten gewonnenen Erkenntnisse mit interessierten Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft zu teilen und den wissenschaftlichen Austausch aktiv zu fördern. Der Neubau des Konferenzgebäudes wurde notwendig, da das bisherige Gebäude und dessen Ausstattung in die Jahre gekommen waren und die Platzverhältnisse für die gestiegene Anzahl der Teilnehmer nicht mehr ausreicht.

Auf ca. 800 m² nutzbarer Grundfläche (Keller- und Erdgeschoss) entstehen neben einem Veranstaltungsbereich mit Konferenzsaal und Foyer ebenso Flächen für stationäre Klimazellen und ein Lagerbereich. Bei einer Investition in Höhe von 2,7 Mio. Euro wird der Werkstoff Holz eine im wörtlichen Sinne tragende Rolle spielen. Besonderes Merkmal des Entwurfs des Architekten Reiter BDA (Dresden) ist die einzigartige Bogenform des Saaldaches. Gebogene, kreuzweise verlaufende Leimholzbinder übernehmen hier tragende Funktion und spiegeln in beeindruckender und gleichermaßen ästhetischer Weise die Leistungsfähigkeit des Werkstoffes Holz wieder. Die Außenfassade wird mit Faserzementplatten und Lärchenschalung bekleidet. Der seitliche Gebäudeteil bietet perspektivisch die Möglichkeit zu einer späteren Aufstockung eines zweiten und dritten Obergeschosses zur Büro- oder Labornutzung. Die Fertigstellung des mit Mitteln des Freistaats über die Sächsische Aufbaubank (SAB) teilgeförderten Konferenzzentrums des IHD ist für Oktober 2016 geplant, über den Stand der Arbeiten können Sie sich jederzeit auf www.ihd-dresden.de informieren.





Qualitätszeichen TMT überarbeitet und aktualisiert


Die Zertifizierung "Qualitätszeichen TMT" wird seit 2007 von der Entwicklungs- und Prüflabor Holztechnologie GmbH (EPH) angeboten und bietet eine neutrale Qualitätssicherung für thermisch modifizierte Hölzer.

Mit Ausgabe April 2015 wurde das Zertifizierungsprogramm komplett überarbeitet und an die Anforderungen der DIN EN ISO/IEC 17067* angepasst. Das Regelwerk wurde gestrafft und übersichtlicher gestaltet. Dies war im Zuge der Akkreditierung der EPH-Zertifizierungsstelle im vergangenen Jahr notwendig geworden. Zusätzlich wurden einige  Aspekte aus dem "Qualitätssiegel Thermoholz" aufgenommen. Diese Qualitätssicherung war 2011 vom Thermoholz Qualität e. V. für dessen Mitgliedsunternehmen konzipiert worden. Da aber zunehmend klarer wurde, dass nur gemeinsam eine gute Marktwirkung erzielt werden kann, hatte sich der Verein entschlossen, diese Aktivitäten nicht weiter zu verfolgen und sich stattdessen dem „Qualitätszeichen TMT“ anzuschließen.

Im Rahmen des erweiterten Zertifizierungsprogramms können bereits vorhandene Prüfergebnisse anerkannt und am Markt als Hersteller auftretende Holzhändler und Agenturen zertifiziert werden.


*) DIN EN ISO/IEC 17067 "Konformitätsbewertung - Grundlagen der Produktzertifizierung und Leitlinien für Produktzertifizierungsprogramme"



IHD innovativ bei Forschung, Entwicklung und bei der Ausbildung

 

Dass das IHD beim dualen Studium mit der BA Sachsen sowie für Studenten von Fachhochschulen und Universitäten als Ausbildungspartner zur Verfügung steht und dabei auch immer wieder neue Wege geht, ist bekannt. In diesem Jahr wurden die Ausbildungsmöglichkeiten des BA Studiums um einen weiteren Baustein erweitert. Neben der Möglichkeit, während der Praxisphasen in unterschiedlichen Ressorts des IHD tätig zu sein, können die BA Studenten des IHD nun auch andere Institutionen kennenlernen.

Ein Beispiel hierfür sind Praktika an und in ausländischen Hochschulen und Unternehmen. So arbeitete Herr Martin Schallhammer aus dem Ressort Physik/Bauteile im Rahmen seines Praxissemesters gemeinsam mit tschechischen Studenten und Forschern an der Tomáš-Bata-Universität (TBU) in Zlín. Seine Aufgabe war es, den Einfluss textiler Strukturen auf das mechanische Verhalten von Sperrhölzern zu untersuchen. Betreut wurde er von Frau Prof. Rusnakova / TBU und Herrn Blüthgen / IHD. Da die zu beantwortenden Fragen auch für tschechische Unternehmen von Interesse sind, wurde dieses neue Ausbildungsmodell auch von Dr. Polášek von der Firma WOODEXPERTCZ unterstützt. Sie ermöglichte Herrn Schallhammer während seines Auslandsaufenthaltes Exkursionen in verschiedene tschechische Unternehmen und Institute. Im Rahmen eines Besuches des Stuhlherstellers Thon in Bystřice pod Hostýnem wurde er in die Historie und Gegenwart der Stuhlherstellung eingeführt. Während eines Aufenthaltes am Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Holz in Prag (Dřevařský ústav na veletrhu Dřevo) erlangte Herr Schallhammer einen Einblick in die Arbeit der tschechischen Forscher und die für sie zur Verfügung stehenden technischen Anlagen. Durch die Kooperation mit verschiedenen Instituten und Unternehmen außerhalb Deutschlands sind Praktika in weiteren Ländern für Studenten des IHD möglich.



8. Studienpreis Holzwerkstoffforschung 2015 des Fördervereins Holzwerkstoff- und Holzleimforschung an IHD-Mitarbeiterin verliehen

 

04.05.2015, Köln. Im Rahmen des 5. Innovationsworkshops Holzwerkstoffe vergab der Förderverein Holzwerkstoff- und Holzleimforschung aus einer Reihe von zahlreichen Bewerbern aus Deutschland, Russland, Tschechien, Österreich und der Schweiz den so genannten KAV-Preis 2015 an die Universitätsabsolventen Elfi Hesse (TU Dresden, IHD) und Constantin Kammerloher (TU München).

MSc Elfi Hesse beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit an der Fakultät Umweltwissenschaften der TU Dresden mit der „Oberflächenrauheit lignocelluloser Faserstoffe zur Herstellung von mitteldichten Faserplatten (MDF)“. Wie Professor Thole als Laudator ausführte, sei die Arbeit von Elfi Hesse einer anspruchsvollen Fragestellung nachgegangen und habe zu den grundsätzlichen Erkenntnissen einen wichtigen Beitrag geleistet. Im Rahmen der Auswertung der MDF-Eigenschaften gelang es ihr, den Einfluss der eingesetzten Holzarten (z. B. Buchen- oder Kiefernfasern) und Faseraufschlussbedingungen aufzuzeigen. Die Arbeit von MSc Constantin Kammerloher befasst sich mit dem Thema der Nutzung von Buche in Furniersperrholz. An der TU München, Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt, legte er die Masterarbeit „Ermittlung von Kennwerten zum Presstrocknungsverfahren von Buchenschälfurnieren für die Herstellung von Furniersperrholz“ vor. Der KAV-Preisträger identifiziert den vergleichsweise geringen Nutzungsgrad des Rundholzes bei der Furnierherstellung und erkennt, dass er sich deutlich erhöhen ließe, wenn sich bei der Trocknung weniger Furniere verformen und damit unbrauchbar würden. Als Lösung untersuchte er in seiner Arbeit die Presstrocknung, die kombiniert mit kürzeren Prozesszeiten bei einer höheren Temperatur ein für die Industrie relevantes Verfahren darstellen könnte.


Hubertus Flötotto, Vorsitzender des Fördervereins Holzwerkstoff- und Holzleimforschung e. V., mit den Preisträgern Constantin Kammerloher / TU München und Elfi Hesse / IHD (v. l. n. r.) Foto: VHI / Kollaxo


Trägervereinsmitglied wird Unternehmer des Jahres

 

Immer am Anfang des Jahres wird in Limbach-Oberfrohna der Unternehmer des Jahres geehrt. Der vor allem für sein soziales Engagement gelobte Preisträger 2014 ist der Baden-Württemberger Peter Tesche von AIP Projekte, einem Hersteller von Inneneinrichtungen für Kreuzfahrtschiffe auf der ganzen Welt. Dem gebürtigen Schwaben geht es um das Wohl der Mitarbeiter. Er arbeitet zukunftsorientiert für die Stadt - von anfänglich zehn Mitarbeitern beschäftigt er heute 100 Angestellte. In diesem Jahr will AIP in ein neues Logistikzentrum auf dem Firmengelände investieren und zwölf neue Mitarbeiter einstellen.



Gründung der Zuse Gemeinschaft offiziell

 

Am 29. Januar 2015 haben sich mehr als sechzig gemeinnützige, wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen aus 12 Bundesländern als Gründungsmitglieder zur Deutschen Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse (Zuse-Gemeinschaft) zusammengeschlossen. Sie sind wichtige Träger des Transfers innovativer Forschungsergebnisse in marktfähige Produkte - einem Faktor von entscheidender Bedeutung für die weitere Stärkung des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Am 24. März 2015 wird sich die Zuse-Gemeinschaft der Öffentlichkeit als unverzichtbarer und eigenständiger Teil der außeruniversitären Forschungslandschaft Deutschlands präsentieren. Der Vormittag steht im Zeichen der Präsentation der Ziele und der Leistungskraft der Industrieforschungsgemeinschaft. Am Nachmittag geben Mitgliedseinrichtungen Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit der Zuse-Gemeinschaft.



Neue Internetpräsenz für IHD und TIHD

 

Mit Beginn des neuen Jahres arbeitet das Marketing des IHD an der Modernisierung der Internetpräsenz des Instituts (www.ihd-dresden.de) und des Trägervereins (www.tihd-dresden.de). Nach der Erstellung von Corporate Design und Identity im vergangen Jahr wurden die daraus erstandenen Ergebnisse zur Konzeption und Planung des neuen Auftritts im Internet herangezogen. Als Partner für die Realisierung des Projekts wurde dazu die Dresdner Firma webit (www.webit.de) gewonnen.

Die Arbeitsweise der jungen Firma erweist sich dabei als erfrischend professionell, sehr zufriedenstellend und kreativ. Nächste Schritte sind die Erstellung eines modernen Screendesigns und die Einpflege der für Kunden und Partner wichtigen Inhalte. Die neuen Seiten werden sich durch eine klare Strukturierung, einen hohen Informationsgrad und einen verbesserten Nutzerkomfort auszeichnen.


v.l.n.r.: Dr. Steffen Tobisch (IHD), Amelie Neugebauer (IHD), Nicole Schier (webit), Ines Mauermeister (webit), Annett Jopien (IHD), Sascha Bäde (webit)


Neuerscheinung Holzschutz-Lehrbuch

 

Anfang 2015 ist im Fachbuchverlag Leipzig im Carl Hanser Verlag München das Lehrbuch "Holzschutz" erschienen.

Link zum Buch


Das Buch entstand in Zusammenarbeit des Instituts für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH mit dem Sächsischen Holzschutzverband e. V. und baut auf den langjährigen Erfahrungen der sieben Autoren in Theorie und Praxis des Holzschutzes auf.

Bereits in den siebziger Jahren erschienen im Fachbuchverlag Leipzig eine Reihe von Fachbüchern auch aus dem Bereich der Holztechnik, die als "rote Reihe" (wegen des roten Einbandes) bekannt und von Fachleuten geschätzt waren. Der Verlag knüpfte bereits 2006 mit dem Fachbuch "Holztrocknung" (Trübswetter) an diese Tradition an, die mit dem 2014 erschienenen Band "Zerspanung von Holz und Holzwerkstoffen" (Gottlöber) und nun mit dem Band "Holzschutz“ fortgesetzt wird.

In übersichtlicher Form sind in diesem Lehrbuch alle wichtigen Aspekte des vorbeugenden und bekämpfenden Holzschutzes zusammengestellt und verständlich aufbereitet. Ausgehend von den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Holzes und den abiotischen und biotischen Schadfaktoren wird der Stand der Technik baulich-konstruktiver und chemischer Schutzmaßnahmen erläutert und dabei die aktuellen gesetzlichen, normativen und technischen Regelungen berücksichtigt.

Dieses Werk soll sowohl Lehrbuch als auch Ratgeber und Nachschlagewerk für die Praxis sein. Es richtet sich daher vor allem an Auszubildende und Studenten, aber auch an Architekten, Bauingenieure und Bauausführende, Sachverständige im Holz- und Bautenschutz sowie an Beschäftigte im Garten- und Landschaftsbau und im Holzhandel.


Wolfram Scheiding, Peter Grabes, Tilo Haustein, Vera Haustein, Norbert Nieke, Harald Urban, Björn Weiß
Taschenbuch – Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG (erscheint im Januar 2015) 280 Seiten. Flexibler Einband, Vierfarbig
Buch: 29,99 EUR (ISBN: 978-3-446-44240-5)
E-Book (PDF): 23,99 EUR (ISBN: 978-3-446-44000-5)


Multifunktionale Bautextilien für zerstörungsfreies dauerhaftes Feuchtemonitoring in Holz- und Betonbauwerken

 

Das im Rahmen des Programms zur Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung (IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie durch die Forschungsvereinigung Forschungskuratorium Textil e. V. geförderte IGF-Vorhaben AiF-Nr. 17110 BR wurde am 19. Oktober bei der 66. internationalen Fachmesse für „Ideen-Erfindungen-Neuheiten“ IENA 2014 und am 11.Dezember im Rahmen einer Veranstaltung des Landespatentzentrum Thüringen | PATON an der Technischen Universität Ilmenau interessierten Kreisen vorgestellt.

Im Projekt erfolgten Untersuchungen bzgl. der Verwendung sensitiver Textilstrukturen auf Basis von TDR- und DPW-Methoden zur ortsaufgelösten Feuchtedetektion an Holz- und Betonbauwerken. Die Verfahren unterscheiden sich im physikalischen Funktionsprinzip, den erzielbaren Messinformationen und im Umfang der Datenauswertung. Die Ergebnisse zeigen, dass durch die gezielte Auswahl leitfähiger Sensoren, textiler Funktionsmaterialien und Hochleistungsfäden in Kombination mit der Anwendung textiler Herstellungsverfahren, flächige und strangförmige Elemente zum Feuchtemonitoring für Applikationen in Holz- und Betonbauteilen erzeugt werden können. Als Ansprechpartner zu diesem Thema steht Ihnen Herr Dipl.-Phys. H. Kühne (Tel.: +49 351 4662 259; E-Mail: heiko.kuehne@ihd-dresden.de) zur Verfügung.



Vorweihnachtliche Kuratoriumssitzung

 

Es ist schon gute Routine, dass sich zum Jahresende das Kuratorium des Trägervereins Institut für Holztechnologie Dresden e.V. (TIHD) mit Geschäftsführung und Mitarbeitern des IHD trifft. Auch diesmal ließ es sich das Kuratorium nicht nehmen, herausragende Forschungsergebnisse der Fachressorts zu diskutieren und zu würdigen. Eines der Highlights des Jahres 2014 ist die Zuerkennung des An-Instituts-Status durch Sachsens Exzellenzuniversität – die TU Dresden.

Der Vorsitzende des Kuratoriums, Herr Dr. Görmar, betonte, dass dieser neue Status die langjährige Zusammenarbeit beider Einrichtung auf ein neues wissenschaftliches Niveau hebe. Beraten und beschlossen wurden ebenso die zukünftigen Aktivitäten dieses wissenschaftlichen Beirats des IHD: In Auswertung einer umfangreichen SWOT-Analyse wird das Jahr 2015 im Zeichen einer verstärkten Kommunikation mit den Vereinsmitgliedern und allen Partnern von IHD und EPH stehen – das Kuratorium wird sich forschungsseitig vertieft um Chemie und Holzwerkstoffe kümmern. Zu den Herausforderungen des Jahres 2015 zählt das Kuratorium die Gewinnung neuer Partner in Industrie und Forschung; dies ist Bestandteil des verabschiedeten Marketingsplans. Das Kuratorium ließ sich darüber hinaus vom Vorstandsvorsitzenden des Trägervereins, Herrn RA Bock, über die Arbeit des Vorstandes und die Kooperation innerhalb der Gremien des TIHD informieren. Bock stellte die gute Zusammenarbeit heraus und verwies darauf, dass das Kuratorium durch seine regelmäßigen Konsultationen mit den Fachressorts maßgeblich zur wissenschaftlichen Ausrichtung des Instituts beitrage. Auch berichtete er über die weitere Entwicklung des Trägervereins.



Tränklabor nach Renovierung wieder freigegeben

 

Im Oktober wurden nach ca. einjähriger Renovierung und Neuausstattung unser Tränklabor übergeben. Damit sind wir ab sofort in der Lage, Tränkungen z.B. für Holz- und Brandschutz und andere Anwendungen mit Flüssigkeitsvolumina bis max. 516 l vorzunehmen. Möglich sind verschiedene Arbeitsweisen wie Drucktränkung, Vakuum-Druck-Tränkung u.a. Es können bis ca. 0,18 Kubikmeter Tränkgut eingebracht werden. Das Labor wurde außerdem mit technischen Möglichkeiten für synthetisches Arbeiten ausgerüstet.




"Qualitätszeichen TMT" bestätigt

 

Kürzlich konnten die "Qualitätszeichen TMT" für die Unternehmen Fromsseier Plantage A/S, Brande (Dänemark), und Novawood, Istanbul (Türkei), im Rahmen der Fremdüberwachung bestätigt werden. Fromsseier (Markenname Celloc®) ist für thermisch modifizierte Esche in der Kategorie "TMT exterior" zertifiziert und erreichte in der Laborprüfung gegen holzzerstörende Pilze (Basidiomycota) die Dauerhaftigkeitsklasse 1 "sehr dauerhaft". Novawood ist mit der Marke novathermowood® der gleichen Holzart in der Kategorie "TMT exteriorPlus" zertifiziert und erreichte in den Laborprüfungen sowohl gegen holzzerstörende Basidiomyceten als auch gegen Moderfäulepilze die Dauerhaftigkeitsklasse 1 "sehr dauerhaft". Neben der Dauerhaftigkeit werden auch physikalisch-mechanische Eigenschaften im Rahmen der Überwachung geprüft.

"Qualitätszeichen TMT" ist ein freiwilliges Zertifizierungsprogramm der Entwicklungs- und Prüflabor Holztechnologie GmbH (EPH); die Marke ist als EU-Marke registriert. Weitere Informationen unter www.tmt.ihd-dresden.de.




"Zukunftstechnologie – entwickelt in Sachsen"

 

Unter diesem Motto lud die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU alle Interessierten zum 13. Dresdner Wirtschaftsforum am 11. November 2014 ins IHD ein.

Drei Forschungsinstitute, allesamt Mitglieder der Sächsischen Industrieforschungsgemeinschaft e.V., stellten kurzweilig Technologien made in Sachsen mit Zukunftspotenzial vor: Entwicklungen für den Sondermaschinen- und Anlagenbau, so u. a. das Elektrofahrzeug INNVELO® Three (Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V.), die neuesten Entwicklungen rund um die Bedruckung unterschiedlichster Materialien, darunter Lebensmittelverpackungen (Sächsisches Institut für die Druckindustrie gemeinnützige GmbH) sowie neue Verfahrensansätze und Maschinen für Verstärkungsstrukturen im Leichtbau wie die Entwicklung ressourcenschonender und großserientauglicher Prozesse und Verfahren beim Einsatz von textilen Verstärkungsstrukturen im Verbund mit thermo- bzw. duroplastischer Matrix (Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen gemeinnützige GmbH).

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert von Herrn Prof. Hilmar Fuchs (Ehrenvorsitzender des Verbandes Innovativer Unternehmen e.V. und Vorstandsvorsitzender des Sächsischen Textilforschungsinstituts e.V.), wurde rege auf die Wichtigkeit der Forschungsförderung von gemeinnützigen Forschungseinrichtungen hingewiesen. Denn nur so ist sichergestellt, dass Sachsen auch weiterhin eine führende Rolle in Sachen Forschung einnimmt.


Als Teilnehmer konnten wir u. a. Herrn Dr. Stephan Meyer MdL (links) und Herrn Holger Gasse MdL (2. v. links) begrüßen.


10. Forstpolitisches Forum - 1. Sächsischer Branchentag Forst/Holz/Papier

 

Am 10. Dezember 2014 finden das 10. Forstpolitische Forum und der 1. Sächsische Branchentag Forst/Holz/Papier in Dresden statt. Unter dem Motto "Rohstoff Holz - Brücke zwischen Erzeuger und Verarbeiter" laden das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL), Ref. 36 und das Kompetenzzentrum LignoSax gemeinsam Vertreter der Forst- und Holzwirtschaft, private und körperschaftliche Waldbesitzer sowie Unternehmen und Institutionen des Clusters Forst und Holz ein. Neben den verschiedenen Vorträgen, in denen sachliche und aktuelle Informationen entlang der Wertschöpfungskette Holz vermittelt werden, wird es eine Podiumsdiskussion geben, die Herausforderungen für die heimische Forst- und Holzwirtschaft thematisiert. Die Fachtagung will die Kommunikation innerhalb des aufstrebenden Clusters "Forst und Holz" forcieren und wirbt dafür, dass sich die Akteure der Forst- und Holzwirtschaft ihrer gemeinsamen Interessen bewusst werden und verstärkt zusammenarbeiten.


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10. Möbeltage in Dresden – 19.-20. März 2015

 

Die Dresdner Möbeltage begleiten die Möbelbranche seit über zwanzig Jahren. Sie sind eine bewährte Plattform, die Industrie, Handwerk und Forschung in einer einzigartigen Form verbindet. Die Jubiläumsveranstaltung 2015 steht unter dem Thema „innovative Möbel – intelligent produzieren“. Hochkarätige Referentinnen und Referenten en geben Orientierung für Entscheidungsträger sowohl in wichtigen strategischen Fragen als auch zur Vorbereitung aktueller Investitionsentscheidungen. Unter Mitwirkung eines kompetenten Beirates wurde das Tagungsprogramm erarbeitet, das die aktuellen Herausforderungen der Möbelbranche beinhaltet. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen Wissensaustausch mit Experten und Kollegen sowie zum Ausbau Ihres persönlichen Netzwerks. Es findet eine tagungsbegleitende Industrieausstellung statt.

Die Veranstaltung wird von der Berufsakademie Sachsen - Staatliche Studienakademie Dresden in Kooperation mit den Institut für Holztechnologie Dresden gGmbH angeboten. Sie findet vom 19.-20. März 2015 im art'otel dresden, by park plaza statt. Nähere Informationen zum Programm, Anmeldung oder auch die Möglichkeit, die Veranstaltung als Aussteller oder als Sponsor zu begleiten finden Sie unter www.moebeltage.de

Melden Sie sich jetzt an und nutzen Sie den Frühbucherpreis!


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Neuartige DNA-Makroarrays zur Pilzdiagnostik entwickelt

 

Im Rahmen einer Forschungskooperation des Mykolabor Dresden mit der Chipron GmbH Berlin wurden zwei DNA-Makroarrays auf der LCD-Array-Plattform entwickelt. Diese ermöglichen eine schnelle, kostengünstige und sichere Bestimmung der häufigsten und wichtigsten holzzerstörenden Basidiomyceten und Moderfäulepilzen. Die Produktionsaufnahme ist für das Frühjahr 2015 geplant. Das Mykolabor Dresden wird die Markteinführung als Referenzlabor begleiten und die LCD-Arrays für eigene Forschung und Dienstleistung einsetzen. Das aktuelle Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert (Kennzeichen: KF2178724MD3 und KF3118101MD3).

In einem Vorgängerprojekt (2007 bis 2010) mit einem sächsischen Biotechnologieunternehmen waren bereits DNA-Mikroarrays zur Pilzdiagnostik entwickelt worden, die jedoch auf der kostenaufwändigeren Fluoreszenz-Technologie basierten. Die neuen, nicht fluoreszenzbasierten LCD-Arrays erfordern einen deutlich geringeren Aufwand für Geräte, Material und Probenaufbereitung, und die erforderliche Ausstattung ist bereits in vielen molekularbiologischen Labors vorhanden.

Kontakt:
Natalie Rangno
+49 351 4662 242
natalie.rangno@ihd-dresden.de


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Erster Teilnehmer des erweiterten dualen Studienmodells der Staatlichen Studienakademie Sachsen und des IHD erhält seine Praktikumsbescheinigung

 

Kooperationsprojekte sind sowohl für Unternehmen als auch für Lehr- und Forschungseinrichtungen Teil der täglichen Arbeit. Die Unternehmen AIP Projekt GmbH (AIP) aus Limbach-Oberfrohna und DEUTSCHE ROCKWOOL Mineralwolle GMBH & Co. OHG (ROCKWOOL) bearbeiten derzeit ein durch das BMWi gefördertes Projekt mit der BERUFSAKADEMIE SACHSEN – Staatliche Studienakademie Dresden (BA) und dem Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH (IHD), in dessen Rahmen u. a. Untersuchungen zur der Verwendbarkeit von Steinwolleerzeugnissen als Komponenten von Schiffsinnenausbauplatten durchgeführt werden.

Ein Teilprojekt im Rahmen des Kooperationsprojektes bearbeitete Herr Toni Albert, Student im dualen Studienmodell und Mitarbeiter von AIP, im Rahmen eines neunwöchigen Praktikums am IHD. Besonders war dabei, dass Herr Albert als erster BA Student das seit 2014 angebotene dreigliedrige Ausbildungsmodell der BA und des IHD nutzen konnte. Durch diese Ausbildungsform besteht für Unternehmen, die an der BA Dresden ihre Studenten ausbilden lassen, die Möglichkeit, die Studierenden für ein Semester an das IHD zu delegieren. Dadurch können die Praxispartner der BA ihre zukünftigen Mitarbeiter gezielt für die spätere Bearbeitung von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten vorbereiten und dabei auf die im IHD vorhandene Infrastruktur zugreifen. Nach einer Literaturrecherche, in deren Rahmen Herr Albert auf die hauseigene Bibliothek des IHD zurückgreifen konnte, und ersten theoretischen Vorbetrachtungen, erfolgte die Erstellung von Arbeitsplänen und die Beschaffung notwendiger Komponenten zur Probenherstellung, die in den Technika des Institutes erfolgten. Anschließend führte Herr Albert gemeinsam mit verschiedenen Mitarbeitern des IHD unterschiedliche Versuchsreihen zur Bewertung der von ihm hergestellten Schichtwerkstoffe durch. Neben Testreihen zur Bestimmung der mechanischen Eigenschaften und der Brennbarkeit der Probekörper wurden durch Herrn Albert auch Fragestellungen zum Schalldämmungspotential der gefertigten Werkstoffe untersucht. In einem der letzten Praktikumsabschnitte führte Herr Albert Versuche auf einer Produktionsanlage der Firma ROCKWOOL in Flechtingen durch. Ziel war es zu untersuchen, ob die im Technikumsmaßstab gefertigten Varianten auch unter Industriebedingungen hergestellt werden können. Die Ergebnisse der von Herrn Albert durchgeführten Arbeiten stellte er abschließend im Rahmen einer Projektberatung mit Vertretern der Unternehmen AIP und ROCKWOOL sowie der BA und dem IHD vor. Zum Abschluss der Veranstaltung erhielt Herr Albert eine von den Vertretern der BA und des IHD unterzeichnete Bescheinigung über das absolvierte Praktikumssemester.


Teilnehmer der Projektberatung von links nach rechts: Konietzny (Rockwool), L. Blüthgen (IHD), K. Hiller (AIP), T. Albert (AIP), M. Mende (Rockwool), Prof. A. Hänsel (BA), H. Kühne (IHD), P. Tesche (AIP)



EUTR-Vortrag auf dem 8. Europäischen TMT-Workshop 2014

 

Im Rahmen des 8. Europäischen TMT-Workshops am 22./23. Mai hielt Peter Barth (EPH) einen Vortrag zur Europäischen Holzhandelsverordnung (EUTR). Das Publikum aus 17 vorwiegend europäischen Ländern folge den Ausführungen mit großem Interesse. Bei der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass es viele Unsicherheiten bei der Umsetzung dieser EU-Verordnung gibt. Die Implementierung eines Sorgfaltspflichtregelungssystems (Due Diligence System, DDS) als Kern der EU-Verordnung stellt die Marktteilnehmer vor große Herausforderungen. Angebote zur Unterstützung von Unternehmen und weitere Informationen finden Sie auf der EPH-Seite.





Das IHD – neues An-Institut der TU Dresden


Mit der Unterzeichnung des Vertrags zwischen der TU Dresden und dem Institut für Holztechnologie Dresden am 24. Mai 2014 hat die ostdeutsche Exzellenz-Universität dem IHD den Status eines An-Instituts zuerkannt. Damit wird die schon bestehende gute Zusammenarbeit auf ein wissenschaftlich neues Niveau gehoben.

Das Institut für Holztechnologie ist mit Wirkung vom 24. Mai 2014 An-Institut der TU Dresden an der Fakultät Umweltwissenschaften. Dieser Schritt ist eine neue Qualität in der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Institut und Universität. Es ist eine langfristig angelegte Maßnahme, die Strategie IHD 2030 erfolgreich umzusetzen: Beide Institutionen vernetzen dadurch ihre Forschungskapazitäten, ergänzen ihre Expertise und Infrastruktur; das IHD wird seine Lehrtätigkeit an Universitäten und Lehreinrichtungen ausbauen, eine größere Anzahl von Diplom- und Masterarbeiten betreuen, gemeinsam mit der TUD Doktoranden ausbilden und somit wissenschaftlichen Nachwuchs langfristig binden. Gemeinsame Arbeit in Forschungsprojekten und Publikationen in begutachteten Zeitschriften erhöhen die wissenschaftliche Reputation und Fachkompetenz des IHD sowie die Außenwirkung.

Die Schwerpunkte der Zusammenarbeit zwischen TU Dresden und IHD liegen in den Bereichen der papier-und zellstoffchemischen Analytik, der Nutzung spezieller Analyseverfahren (Rasterelektronen- und Raman-Mikroskopie, Porosimetrie), der Dendrochronologie sowie in der Herstellung, Verarbeitung und Prüfung von Verbundwerkstoffen. Das IHD wird mit der Fakultät Umweltwissenschaften in der technologischen Forschung zu Holzwerkstoffen, in der thermischen Vergütung von Holz und anderen lignocellulosehaltigen Materialien, in der chemischen Analytik (u.a. zu VOC, Formaldehyd) und der genetischen Analytik von Holz (auf Familien-, Gattungs- und Spezies-Ebene) sowie der mykologischen und molokularbiologischen Diagnostik von holzzerstörenden, holzverfärbenden und Schimmelpilzen kooperieren. Neben gemeinsamen und sich ergänzenden Forschungen zu biologischen Eigenschaften, zum chemischen und physikalischen Verhalten lignocelluloser Materialien werden beide Einrichtungen ihre Material- und Technologieentwicklung für die stoffliche Nutzung neuer Holzsortimente und Faserstoffe und für neuartige biobasierte Werkstoffe intensivieren.

 



Vergabe des IHD-Innovationspreises 2014

 

Am 3. Juni 2014 vergab der Trägerverein Institut für Holztechnologie Dresden e.V. den Innovationspreis 2014 an die Arbeit „Entwicklung neuer Funktionsstühle und -tische für den Pflegebereich“ der Autoren Susanne Trabandt, Winfried Hänel, Linda Geißler, Tony Gauser (IHD) und Frank Göhler (Sitzmöbel Göhler, Mulda).




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Gründung der Sächsischen Industrieforschungsgemeinschaft e.V. (SIG)

 

Die gemeinnützigen externen Industrieforschungseinrichtungen (IFE) in Sachsen sind ein wichtiger Partner für viele gerade mittelständische Industriebetriebe. Um die Kräfte der 21 IFE in Sachsen zu bündeln, wurde am 30. April 2014 in Dresden die Sächsische Industrieforschungsgemeinschaft e.V. (SIG) gegründet.
Die SIG steht für einen gleichberechtigen Zugang ihrer Mitglieder beim Ausbau der Forschungsinfrastruktur ein, um notwendige Erweiterungs- und Diversifizierungsmaßnahmen realisieren zu können, spricht mit einer Stimme für die sächsischen gemeinnützigen externen Industrieforschungseinrichtungen und setzt sich für einen gleichberechtigen Zugang zu Fördermitteln aus Bund und Land ein.


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IHD und EPH mit neuem Design

 

Das Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH (IHD) und das Entwicklungs- und Prüflabor Holztechnologie GmbH (EPH) präsentieren sich seit März 2014 mit neuem Logo. Im Rahmen der Erarbeitung einer für IHD und EPH gleichermaßen geltenden Corporate Identity (CI) erhielt das bisherige Logo ein Facelifting. Dabei sollte der Baum als wesentlicher Bestandteil der Wort-Bild-Marke unter Gesichtspunkten der Wiedererkennung erhalten bleiben und wurde nur leicht verändert. Die Firmenkurzbezeichnungen IHD und EPH erscheinen nun in Groß- statt in Kleinbuchstaben. Beide Einrichtungen sind sozusagen erwachsen geworden und haben sich seit der Privatisierung bzw. Neugründung in den Jahren 1992/1993 mit ihrem breiten Forschungs- und Dienstleistungsspektrum einen festen Platz in der europäischen Holz-, Bau- und Möbelbranche erarbeitet. Kooperierenden Unternehmen, Partnern und Kunden stehen die aktuellen Logos zum Download zur Verfügung. Fragen richten Sie bitte an Annett Jopien (annett.jopien@ihd-dresden.de).

 

Zum Download


10. Möbeltage in Dresden – Save the date!

 

Vom 19. - 20. März 2015 werden die 10. Internationalen Möbeltage in Dresden stattfinden. Thematisiert werden die Herausforderungen für den Möbel- und Innenausbau. Details zu den geplanten Themenschwerpunkten finden Sie in nachstehendem Ankündigungsflyer.

 



25. Ringversuch zur Schimmelpilzdiagnostik erfolgreich bestanden

 

Das Mykolabor Dresden im IHD hat 2013 bereits zum 7. Mal erfolgreich an den vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg organisierten, deutschlandweiten Ringversuchen teilgenommen. Auf Basis der langjährigen Erfahrung in der Schimmelpilzdiagnostik gelang es dem Team, die taxonomische Gattung und Art von allen sechs vorgegebenen Schimmelpilzproben (Reinkultur) korrekt zu identifizieren, was erneut eine sehr anspruchsvolle Aufgabe war.


Link zum Zertifikat

 

Aspergillus glaucus M 600:1 aus dem Ringversuch (Foto: Weiß/IHD)



Bestimmung wärmeschutztechnischer Kennwerte


Wärmeschutztechnische Materialkennwerte von Bauprodukten sind die Grundlage der bauphysikalischen Bemessung von Gebäuden oder Bauteilen.

Im Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) stehen für Forschungsprojekte und entwicklungsbegleitende Untersuchungen zwei Prüfeinrichtungen zur Ermittlung der Wärmeleitfähigkeit und des Wärmedurchlasswiderstandes von Dämmstoffen, Holzwerkstoffen, Fußböden und anderen platten- oder mattenförmigen Materialien zur Verfügung: ein Einplattengerät der Firma Lambda-Meßtechnik GmbH aus Dresden (Typ Wärmeleitfähigkeitsmessgerät lambda-Meter EP500e) und ein Zweiplattengerät der Firma taurus instruments GmbH aus Weimar (Typ TLP-900H).

Voraussetzung für die Messung ist das Vorhandensein von ebenen und miteinander parallelen Oberflächen. Mit speziellen Probeaufnahmen ist auch die Messung loser Stoffe, wie zum Beispiel Einblasdämmstoffe, möglich.

Das Entwicklungs- und Prüflabor Holztechnologie (EPH) nutzt diese Gerätetechnik im akkreditierten Prüflabor, um die Kennwerte für die Wärmeleitfähigkeit und für den Wärmedurchlasswiderstand normgerecht zu bestimmen und Leistungseigenschaften für die CE-Kennzeichnung oder z. B. die Eignung von Fußbodenaufbauten für den Einsatz auf Fußbodenheizung auszuweisen. Im Rahmen von Gutachten werden diese Eigenschaften auch an ausgebauten Materialien bestimmt.

 



Neue Präparationstechnik im Holzanatomischen Labor


Seit Kurzem verfügt das Holzanatomische Labor über eine neue Präparationstechnik zu Herstellung von Einbettungsproben. Hiermit können von besonders harten, spröden oder empfindlichen Materialien Einbettungsproben in Epoxidharz hergestellt werden, die anschließend zu hochwertigen Auflichtpräparaten nass oder trocken geschliffen und poliert werden. Die Anschaffung erfolgte im derzeit laufenden Forschungsprojekt "Entwicklung von Prüfverfahren für neuartige Oberflächenstrukturen von Laminatfußböden", das durch das Ressort Oberfläche betreut wird.


Korundpartikel in der HPL-Beschichtung von Laminat, Auflicht, 300-fach



Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat den Wettbewerb ‚Gesundheits- und Dienstleitungsregionen von morgen‘ als Teil der Hightech-Strategie für Deutschland gestartet. Eine Expertenjury hat aus 78 eingereichten Projektskizzen die fünf besten regionalen Projekte ausgewählt. Diese werden insgesamt mit bis zu 20 Millionen Euro vom BMBF gefördert. Bewilligt wurde auch das Projekt „Chemnitz+“ - Zukunftsregion lebenswert gestalten in der Region Mittleres Sachsen. Das IHD übernimmt dabei ein Teilprojekt rund um die benutzergerechte Gestaltung von Mietwohnungen. Wir freuen uns auf eine interessante Projektarbeit.




Erweiterung des dualen Studienmodells


Das Institut für Holztechnologie Dresden gemeinnützige GmbH und die Berufsakademie Dresden arbeiten ab diesem Jahr im Rahmen der Ausbildung noch enger zusammen. Das duale Studienmodell wird nun durch eine weitere Säule ergänzt. Neben der Ausbildung in einem Praxisbetrieb und Theoriephasen an der BA können Studenten ab 2014 auch grundlegende Erfahrungen zu Forschungs- und Entwicklungsaufgaben in einem Forschungsinstitut erlangen.

Am 6. Januar 2014 trat Herr Albert (Bildmitte) von der AIP Innenausbau GmbH als erster Student sein Praktikum im Rahmen dieses neuen Ausbildungsmodells im IHD an. Herr Prof. Dr. Hänsel, Direktor der Staatlichen Studienakademie Dresden (links) und Herr Blüthgen, Ressortleiter des Bereichs Physik/Bauteile des IHD (rechts), begrüßten Herrn Albert an seiner neuen Wirkungsstätte und stimmten sich über die vorgesehenen Praktikumsinhalte ab. Grundlage für die zu bearbeitende Aufgabenstellung sind Fragestellungen, die von Herrn Tesche, Geschäftsführer von AIP, gemeinsam mit Prof. Hänsel und Herrn Blüthgen im Vorfeld formuliert wurden. Neben einer intensiveren Ausbildung der Studenten bekommen Unternehmen im Rahmen dieser Kooperationsart Antworten auf Fragestellungen, für deren Beantwortung u. a. die Infrastruktur eines Forschungsinstitutes erforderlich ist.




Thematische Schwerpunkte des 8. Europäischen TMT-Workshops sind internationale Entwicklungen, Qualitätssicherung, Ökobilanzierung, Normung sowie Anwendungen im Bauwesen. Zielgruppen sind TMT-Hersteller, Anlagenhersteller, holzverarbeitende Industrie und Handwerk, Holzhandel, Architekten und Ingenieure, Behörden sowie Forschungs- und Prüfinstitute. Die Konferenzsprachen sind deutsch und englisch; es wird eine Simultanübersetzung deutsch/englisch angeboten.



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