Erfolgreiches 12. Fenster- und Türenkolloquium in Dresden

16. März 2020

Knapp 60 Teilnehmer, zumeist Inhaber und Entscheidungsträger mittelständischer Unternehmen aber auch Gutachter der Branche, waren am 27. Februar 2020 der Einladung von IHD und EPH zum 12. Fenster- und Türenkolloquium nach Dresden gefolgt.

Die Organisatoren von IHD und EPH hatten für die Veranstaltung wieder ein interessantes Programm mit einem breiten Spektrum aktueller Themen zusammengestellt.

Zu Beginn erläutert Frank Wilkening (ohrem & wilkening GmbH) die Montage von Fenstern im Bestand – Herausforderungen, Schadensfälle und Lösungen. Er demonstrierte den Teilnehmern eine lange Reihe von verschiedenen Schadensfällen bei der Fenstermontage durch falsche Planung und Konstruktion bzw. falsche Abdichtungen, Lastabtragung und Befestigung. Anschließend stellte er entsprechende Lösungen vor und wies auf das Regelwerk zur Handwerklichen Montage von Fenstern und Außentüren im Baubestand hin, das bei jeder Fenstermontage als Leitfaden dienen sollte.

Danach referierte Dr. Jan Ebert (TU Dresden) zur DIN 18008-4 Glas im Bauwesen. Er wies auf die Zusatzanforderungen an absturzsichernde Verglasungen wie konstruktive Anforderungen, Montage/Verbindungsmittel, Glasaufbauten und Baugrößen hin.

Der Beitrag von Prof. Kerstin Schweitzer (Staatliche Studienakademie Dresden) trug den Titel „Gemeinsam bedarfsgerechten Fachkräftenachwuchs qualifizieren und binden – Dualer Studiengang Holz- und Holzwerkstofftechnik an der Staatlichen Studienakademie Dresden“. Prof. Schweitzer erläuterte die Inhalte des BA-Studiums und die Zusammenarbeit mit den Praxispartnern.

Rodger Scheffler (IHD) gab einen Zwischenstand zum Forschungsprojekt „Hauseingangstüren aus Holz mit Hochwasserschutzfunktion“. Derzeit sind nur wenige Lösungen, meist aus Metallkonstruktionen, für den Hauseingangsbereich bekannt. Jedoch sind diese funktional und gestalterisch nur bedingt für den Privatbereich geeignet. Innerhalb des Forschungsprojektes wurden verschiedene Tür-Dummys entwickelt, die am Gebrauchstauglichkeitsprüfstand und am Hochwasserprüfstand getestet wurden. Durch Beseitigung der Schwachstellen und Entwicklung konstruktiver Detaillösungen der Mustertüren konnte die Menge des eindringenden Wassers signifikant reduziert werden. Weitere Optimierungen sind Ziel der derzeit laufenden Untersuchungen.

Michael Hemmerich (Michael Weinig AG) referierte zum Fensterbau im Wandel. Er begann seinen Vortrag mit einer Übersicht über die Meilensteine der Fenstersysteme seit den 70er Jahren und berichtete dann weiter über die Trends im Fensterbau. Anschließend folgten Ausführungen zu Fertigungsmethoden, Eckverbindungen, Digitalisierung sowie Chancen und Risiken bei Investitionen.

Außerhalb des Vortragsprogramms boten sich den Teilnehmern viele Gelegenheiten zum Gespräch und fachlichen Austausch, die intensiv genutzt wurden.