Erfolgreiches 13. Fenster- und Türenkolloquium in Dresden

20. Oktober 2022

Referenten des 13. Fenster- und Türenkolloquiums

Knapp 50 Teilnehmer, zumeist Inhaber und Entscheidungsträger mittelständischer Unternehmen sowie Gutachter aus der Branche, waren am 6. Oktober 2022 der Einladung des Instituts für Holztechnologie Dresden (IHD) und des Entwicklungs- und Prüflabors Holztechnologie (EPH) zum 13. Fenster- und Türenkolloquium nach Dresden gefolgt.

 

Die Organisatoren von IHD und EPH hatten für die Veranstaltung wieder ein interessantes Programm mit einem breiten Spektrum aktueller Themen zusammengestellt.

Im einleitenden Vortrag mit dem Titel „Erfassung, Bewertung und Erhaltung von Holzausstattungen in denkmalgeschützten Bauwerken – Methodik und Praxisbeispiele“ veranschaulichte Jörg Möser (Architektengemeinschaft MM+H GmbH, Pirna) aktuelle Herausforderungen bei der Erhaltung von historischen Bauteilen und zeigte gangbare Wege zur erfolgreichen Bearbeitung entsprechender Sanierungsaufgaben auf. Guido Kramp (Kramp & Kramp GmbH & Co. KG, Lemgo) ergänzte mit seinem Beitrag „Restaurierung von historischen Fenstern mit Funktionswertverbesserung in Bezug auf Wärme-, Schall- und Einbruchschutz“ die von Jörg Möser präsentierten Beispiele. Guido Kramp zeigte anhand von Exponaten, welche handwerklichen Möglichkeiten durch moderne Sanierungsmethoden realisierbar sind, verwies aber auch darauf, dass die präsentierten Lösungen ohne Fachpersonal nicht umsetzbar sind.

Nach diesen Vorträgen zur Bewertung und Sanierung von historischen Bauelementen schlug Stefan Friedrich (Renolit SE, Worms) mit dem Beitrag „Zwischen Nachhaltigkeit, Praxistauglichkeit und Innovation. Wo steht die Kaschierfolie für Fensterprofile?“ den Bogen zu modernen Technologien der Folienherstellung und wagte einen Ausblick in die Zukunft.

Jan Eckoldt vom Fachverband der Tischler in Sachsen thematisierte anschließend in seinem Referat „Jeder Betrieb, der Bauelemente montiert, unterliegt der Beitragspflicht zur SOKA-BAU. Fakten, Hintergründe, Lösungsmöglichkeiten“ die Rahmenbedingungen, die viele Unternehmen betreffen und erläuterte an Beispielen, was für Vor- und Nachteile ein gemeinsamer Weg mit der SOKA-Bau oder mit einer Mitgliedschaft in der Innung beinhaltet.

Der letzte Teil der Veranstaltung hatte den Schwerpunkt "Neuigkeiten aus der Wissenschaft". Dr. Christiane Swaboda (IHD) berichtete zum Projekt „Prüfung und Bewertung verschiedener Ölfarbenanstriche auf Holzuntergründen für den Einsatz im Außenbereich“. Anhand ihrer Erläuterungen wurde deutlich, dass oftmals kleine Unterschiede in der Rezeptur einer Beschichtung große Effekte für die Langlebigkeit von beschichteten Bauteilen haben.

Abschließend informierte Dr. Tobias Meißner aus dem Bereich Oberfläche des IHD zum „Potential wärmereflektierender Holzbeschichtungen im Außenbereich“, die im Rahmen eines Forschungsprojektes untersucht wurden.

Außerhalb des Vortragsprogramms boten sich den Teilnehmern viele Gelegenheiten zum Gespräch und fachlichen Austausch, die intensiv genutzt wurden. Mit dem Fenster- und Türenkolloquium hat sich in der Branche eine Plattform etabliert, die Vertreter aus Wissenschaft und Lehre sowie der Praxis zusammenführt.