Das Entwicklungs- und Prüflabor Holztechnologie (EPH) und das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD) nehmen vom 19.–22. Januar an der DOMOTEX 2026 in Hannover teil. Sie finden uns in Halle 20, Stand D56.
Vor Ort informiert die EPH über umfangreiche standardisierte und kundenspezifische Prüfungsmöglichkeiten für Holz-, Laminat-, Kork-, MMF- und elastische Bodenbeläge, Unterlagsmaterialien sowie Außendeckings – inklusive Überwachungen und Zertifizierungen. Außerdem wird das unabhängige Emissions- und Qualitätslabel TÜV PROFiCERT-Produkt INTERIOR vorgestellt, bei dem die EPH gemeinsam mit dem TFI als Prüf- und Überwachungsstelle kooperiert
Desweiteren werden vielfältige Möglichkeiten zur Prüfung und Zertifizierung für weitere Produkte des Innenraums wie Akustikpaneele, Wandfarben und Wandpaneele vorgestellt. Das EPH führt z.B. Brandprüfungen mit dem SBI-Test aus, bestimmt akustische und Emissionseigenschaften von Akustikpaneelen oder ermittelt die Nassabriebfestigkeit und die Deckfähigkeit von Wandfarben. Bei allen Produkten wird auch den Gehalt an gefährlichen Inhaltsstoffen bestimmt.
Hotspot – Neue Prüfmethoden für elastische Fußbodenbeläge
Ein Highlight ist die Vorstellung des neuen HotSpot-Prüfverfahrens, welches die thermische Belastung durch Sonneneinstrahlung auf elastische Fußbodenbeläge mit Klickverbindungen realitätsnah nachbildet. Solche Beläge können sich bei partieller Wärmeeinwirkung verformen – ein Verhalten, das mit bisherigen Normprüfungen nicht adäquat erfasst werden konnte.
Das am IHD entwickelte Verfahren liegt seit Oktober 2025 als Normentwurf (E DIN EN 18243:2025) vor. Es nutzt einen großflächigen Prüfstand (2.340 × 2.040 mm²), um auf einer Messfläche von 1.320 × 1.276 mm² die thermische Deformation präzise zu erfassen. Damit werden erstmals realistische Bedingungen für die Bewertung des Wärmeverhaltens von Bodenbelägen geschaffen.
Zur Vereinfachung der Handhabung entsteht derzeit ein mobiler Tischaufbau in Kooperation mit der IBT GmbH aus Freiberg, kofinanziert durch die Europäische Union und den Freistaat Sachsen. Der kompakte Prüfstand (Prüffläche 1.000 × 600 mm²) simuliert die normativen Abläufe des großen Systems – Erwärmen, Halten und Abkühlen – und erlaubt so praxisnahe Untersuchungen mit variablen Untergründen unterschiedlicher Wärmedurchgangswiderstände. In der laufenden Entwicklungsphase werden die Messmethoden, die Systemsteuerung sowie die Hardware weiter optimiert.
Forschung und Entwicklung am IHD
Neben dem Hotspot-Verfahren beschäftigt sich das IHD mit aktuellen Forschungsschwerpunkten aus den Bereichen Brandschutz, Emissionen, Oberflächen- und Schalleigenschaften sowie Recycling von Laminatfußböden.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Vor Ort für Sie: Dr. Rico Emmler, Martina Broege, Andreas Möschner und Heiko Kühne. Gern können Sie vorab einen Beratungstermin vereinbaren.