International Conference on Wood Adhesives

International Conference on Wood Adhesives 2025 in Vancouver – Nachhaltigkeit, KI und Innovationen zu biobasierten Klebstoffen und Holztechnologien

Vom 22. bis 24. Oktober 2025 lädt die Forest Products Society zur renommierten International Conference on Wood Adhesives nach Vancouver, Kanada ein. Internationale Expertinnen und Experten aus Industrie, Forschung und Politik kommen hier zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen u. a. zu biobasierten Klebstoffen, nachhaltigen Bindemitteltechnologien und innovativen Anwendungen in der Holzverarbeitung auszutauschen.

Die Konferenz steht unter dem Motto „Sustainability & AI“ und bietet ein vielfältiges Programm mit Fachvorträgen, Panels und Networking-Möglichkeiten. Mit über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus aller Welt ist die Konferenz eine einzigartige Plattform für den Austausch von Wissen und Ideen.

Folgende Vorträge von IHD-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden auf der Konferenz gehalten:

Datum: Donnerstag, 23. Oktober, 10:30 – 12:00 Uhr

Biobasierte Klebstoffe für Möbelkomponenten B3
Referentin: Almut Wiltner; Wissenschaftlerin, IHD
Titel: Einfluss der cyclischen Carbonatstruktur auf die Reaktivität mit Aminen und die Bildung von nicht-isocyanathaltigem Polyhydroxyurethan (NIPU)
Zusammenfassung: Die Bildung von isocyanatfreien Urethan (NIPU)-Netzwerkstrukturen ist in der Literatur gut beschrieben. Polyfunktionelle cyclische Carbonate und primäre Amine werden zur Herstellung von Polyhydroxyurethanen verwendet, die als Klebstoffe eingesetzt werden können. Cyclische Carbonate lassen sich leicht aus Epoxiden unter Verwendung von CO2 oder aus Polyolen durch Zugabe von Dimethylcarbonat (DMC) synthetisieren. Die Strukturen sowohl der cyclischen Carbonate als auch der Amine bestimmen die Reaktivität und die Netzwerkstruktur. In dieser Studie werden verschiedene cyclische Carbonate aus Polyolen (z. B. Zuckeralkohole) oder Epoxiden (z. B. PEGDE) in definierten Molverhältnissen mit Aminen (IPDA, PEI) gemischt. Die Reaktivität und die Urethanbildung werden mittels rheologischer Messungen, thermischer Analyse (DSC) und IR-Spektroskopie untersucht. Das Haftverhalten ausgewählter Formulierungen auf Holz wird durch ABES-Messungen sowie durch Haftversuche gemäß DIN EN 204/205 untersucht.

Freitag, 24. Oktober, 8:00 – 10:00 Uhr

Testen von B5
Referent: Marco Mäbert; Wissenschaftler, IHDTitel: Modifiziertes TMP-Verfahren – Eine neue Methode zur Faserherstellung aus Holzabfällen
Zusammenfassung: Derzeit wird kein recyceltes Altholz für die Herstellung von einschichtigen MDF verwendet. Einer der Hauptgründe dafür ist der niedrige Feuchtigkeitsgehalt (MC < 20 %) der Abfälle. Infolgedessen ist die Sprödigkeit höher als bei frischen Holzhackschnitzeln (MC > 70 %). Der Zerfaserungsprozess führt daher zu einer Zunahme des Fasermaterials mit einem hohen Anteil an Kurzfasern und Staub. Aufgrund der größeren Oberfläche der kleineren Partikel nimmt die Bindekapazität ab. Dies wirkt sich wiederum negativ auf die Materialeigenschaften aus.
Im Gegensatz zur konventionellen MDF-Anlagentechnik ermöglicht das modifizierte TMP-Verfahren (mTMP) eine Erhöhung des MC der Altholzhackschnitzel. Die neue Technologie kann in die Standardprozesse integriert werden. Es ist kein zusätzlicher Prozessschritt notwendig. Die Fasern aus recycelten Holzabfällen zeigten nur geringe Unterschiede zu Frischholzfasern. Infolgedessen unterscheiden sich auch die physikalischen Eigenschaften von MDF nur geringfügig.

Weiter Informationen finden Sie hier: https://www.woodadhesives.org/