Multifunktionales holzbasiertes Leichtbauelement mit einstellbaren Schall- und Wärmedämmeigenschaften

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In den letzten Jahren ist insbesondere in Städten ein Anstieg der Bebauungsdichte z. B. aufgrund von fehlendem Wohnraum sowie steigender Grundstückspreise zu beobachten. Auch aus diesem Grund verschiebt sich der Fokus immer mehr in Richtung Nachverdichtung und Aufstockung von Bestandsgebäuden.
Weiterhin ist die Modernisierung bzw. Sanierung von vorhandenen baulichen Anlagen ein wichtiger Schritt, um die Klima- und Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung zu erreichen.

Das Forschungsvorhaben „Multifunktionales holzbasiertes Leichtbauelement mit einstellbaren Schall- und Wärmedämmeigenschaften“ nimmt die Anforderungen nach Ressourceneffizienz im Bauwesen und insbesondere im Innenausbau auf, indem es einen Beitrag zur Entwicklung multifunktionaler holzbasierter Leichtbauelemente leistet. In dem zu entwickelnden Hohlkammerelement soll Holz nur an den Stellen verwendet werden, wo es aus konstruktiver Sicht auch sinnvoll und notwendig ist. Etablierte Holzverbindungen wie Kleben, Schrauben oder Nageln sollen durch alternative Lösungen mit Vorteilen im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit und zirkuläre Nutzung ersetzt werden. Als ein Lösungsansatz werden beispielsweise Steckverbinder zwischen den Decklagen gesehen. Die einfache sortenreine Zerlegbarkeit bietet am Ende eines Nutzungsabschnittes wichtige Vorteile, da alle Komponenten wieder problemlos voneinander getrennt und in anderen Anwendungsszenarien wiederverwendet oder einem stofflichen Recycling zugeführt werden können. Die Füllung des Hohlkammerelements wird ebenfalls aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen, welche einen gezielten Dämmeffekt gegenüber Schall und Wärme bewirken sollen. Wie die Stützstruktur des Leichtbauelements soll auch die Füllung einer zirkulären Nutzung zugeführt werden können. Adressiert sind Anwendungsfelder wie Einbauten in Kaltgebäuden, beispielsweise Büroräume oder Kommunikationszellen in Werk- bzw. Messehallen. An diese Nutzungsvarianten werden spezielle Anforderungen gestellt. Besonders ältere Kaltgebäude sind häufig weder thermisch noch akustisch ertüchtigt. Hier besteht Bedarf an funktionellen Lösungen.

Das Projekt mit dem Förderkennzeichen 49MF240133 wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen der Förderrichtlinie INNO-KOM Modul „Marktorientierte Forschung und Entwicklung“ gefördert.

Ansprechpartner:
Sebastian Kegel (sebastian.kegel@ihd-dresden.de)