Ein neues Projekt im Rahmen von „Horizon Europe“, SUSBOARD, wurde ins Leben gerufen, um die Holzplatten- und Möbelindustrie zu transformieren.
Es wird einen 100 % biobasierten, formaldehydfreien und kostengünstigen Klebstoff für Spanplatten (PB) und mitteldichte Faserplatten (MDF) entwickeln. Das Projekt vereint führende Forschungsinstitute, globale Chemieunternehmen und große Holzplattenhersteller aus Österreich, Deutschland, Portugal und der Türkei, darunter: RTDS Association, Wood K plus, IHD Dresden, Cargill, BASF SE, Sonae Arauco, Kastamonu Entegre, Balorman und Saréco.
Die offizielle Auftaktveranstaltung fand vom 24. bis 26. Juni 2025 in Tulln, Österreich, statt und wurde von Wood K plus ausgerichtet.
Jedes Jahr werden in Europa rund 60 Millionen m³ PB und MDF produziert, beides wichtige Materialien für den Bau und die Möbelherstellung. Heute werden für diese Platten noch immer fossile Klebstoffe verwendet, die Formaldehyd abgeben und erheblich zu den CO₂-Emissionen beitragen. Mit einem Budget von 9,1 Millionen Euro wird SUSBOARD eine innovative Alternative liefern, die nicht nur die Leistungsstandards der Industrie erfüllt, sondern auch Europas Weg zur Klimaneutralität unterstützt.
„SUSBOARD ist ein gutes Beispiel dafür, wie Wissenschaft und Industrie Hand in Hand arbeiten können, um konkrete Lösungen für den Green Deal Industrial Plan Europas zu liefern“, sagte die RTDS Association, Projektkoordinatorin.
Aufbauend auf dem Erfolg des SUSBIND-Projekts, bei dem mehr als 80 % der Klebstoffe aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt wurden, wird SUSBOARD den Übergang durch die Einführung einer vollständig biobasierten Aminkomponente vollenden. Dieser Durchbruch soll den CO2-Fußabdruck von Holzplatten um bis zu 30 % reduzieren und gleichzeitig die mit Formaldehyd verbundenen Gesundheitsrisiken für Verbraucher und Arbeitnehmer beseitigen.
„SUSBOARD eröffnet der Holzplatten- und Möbelindustrie neue Möglichkeiten. Unser Projekt wird zeigen, dass 100 % biobasierte Klebstoffe eine wettbewerbsfähige Leistung und Kosteneffizienz bieten und gleichzeitig die Klimaziele Europas unterstützen können“, fügte Wood K plus, der wissenschaftliche Koordinator des Projekts, hinzu.
Das Projekt steht in engem Einklang mit dem Europäischen Grünen Deal, dem Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft und dem Aktionsplan für Null-Verschmutzung und unterstützt den Übergang Europas zu einer fossilfreien und grüneren Zukunft. Durch die Senkung der industriellen CO2-Emissionen, die Reduzierung der Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) und die vollständige Beseitigung formaldehydbedingter Gesundheitsrisiken wird SUSBOARD zu einem gesünderen Raumklima und sichereren Arbeitsbedingungen beitragen.
In den nächsten vier Jahren wird das Projekt:
- die Produktion des neuen Klebstoffs auf mehrere Tonnen ausweiten;
- Demonstration der Leistungsfähigkeit in industriellen Produktionslinien;
- Testen von Anwendungen in der Möbelherstellung;
- Entwicklung eines Prototyps für ein modulares Möbelprodukt;
- Sicherstellung der Nachhaltigkeit durch eine umfassende Bewertung der Sicherheit und Nachhaltigkeit des Designs.
Bleiben Sie in Verbindung
SUSBOARD wird über seine neue Website (www.susboard.eu), seinen Newsletter und seine Social-Media-Kanäle über den aktuellen Stand berichten. Folgen Sie dem Projekt auf LinkedIn, X und Zenodo, um die neuesten Nachrichten und Ergebnisse zu erhalten.