Fachverband des Tischlerhandwerks Nordrhein-Westfalen zu Gast am Institut

Fachverband des Tischlerhandwerks NRW

Zwei Tage voller fachlichem Austausch, spannender Einblicke und praxisnaher Diskussionen: Am 10. und 11. September begrüßte das IHD mehr als 30 Mitglieder des Fachverbandes des Tischlerhandwerks Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt des Besuchs standen aktuelle Forschungs- und Prüfthemen sowie die Frage, wie sich die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Tischlerhandwerk künftig weiter vertiefen lässt.

Nach einer kurzen Einführung und Vorstellung unseres Instituts durch Herrn Blüthgen, Leiter des Ressorts Physik und Bauteile, eröffnete Herr Dr. Scheiding, Leiter des Ressorts Biologie des IHD, das Fachprogramm mit einem Vortrag zu Holzschutz und Holzmodifizierung. Anschließend widmete sich Herr Blüthgen unter dem Titel Monitoring im Holzbau – Möglichkeiten und Grenzen der Überwachung von Feuchte und struktureller Integrität von Holzkonstruktionen den Möglichkeiten moderner Überwachungsverfahren von Holzbauteilen.

Nach dem ersten Vortragsblock ging es für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Praxis. In drei Gruppen erhielten sie bei Laborführungen Einblicke in unterschiedliche Arbeits- und Forschungsbereiche unseres Hauses. Im Bereich Werkstoffe wurden unter anderem die Herstellung von Holzspänen und Holzfasern sowie Technologien zur Produktion holzbasierter Plattenwerkstoffe vorgestellt. An einer weiteren Station konnten die Gäste anhand von Laborversuchen die Untersuchung von Geh- und Trittschall unmittelbar erleben. Die Forschung an Bauelementen und deren Prüfung bildeten den Schwerpunkt der dritten Station.

Der zweite Veranstaltungstag knüpfte unmittelbar an den Praxisteil an und begann mit weiteren Laborführungen. Auf diese Weise konnten zusätzliche Themen vertieft und zahlreiche Fragen direkt mit unseren Fachkolleginnen und Fachkollegen diskutiert werden.

Im anschließenden Vortragsblock brachte Dr. Kettner, einer der zentralen Ansprechpartner des IHD für Schadensanalysen, unter dem Titel Schadensanalyse – Licht ins Dunkel bringen seine Erfahrungen aus der Untersuchung und Bewertung unterschiedlichster Schadensfälle ein. Dabei wurde deutlich, welchen Beitrag eine systematische Schadensanalyse nicht nur zur Klärung konkreter Fälle, sondern auch wichtige Erkenntnisse für die Vermeidung zukünftiger Schäden liefert.

Zum Abschluss des Fachprogramms widmete sich Herr Bumbel aus dem Ressort Physik dem Thema Kreislaufführung von Möbeln. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden aktuelle Herausforderungen, mögliche Lösungsansätze und zukünftige Perspektiven diskutiert – ein Thema, das für Hersteller und Handwerksbetriebe zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Die beiden Veranstaltungstage machten einmal mehr deutlich, wie wertvoll der unmittelbare Austausch zwischen Handwerk, Verbänden und Forschung ist. Neben der Vermittlung aktueller Erkenntnisse standen vor allem persönliche Gespräch und die Frage im Mittelpunkt, wie Forschung und Praxis noch enger miteinander verbunden werden können.

Diesen Austausch wollen wir fortsetzen und unsere bereits bestehende Zusammenarbeit weiter vertiefen. Sehr gern nehmen wir daher die Einladung der Verbandsvertreter an und werden Anfang Februar 2027 bei der nächsten Fensterfachtagung dabei sein.